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Erste Schritte
hub Plattform-Architektur & Konzepte domain Mandanten- & Arbeitsbereichseinrichtung
Datenkonverter
auto_awesome Vorlagenkatalog & Standardschemas schema Konverter-Canvas (Individuelle Regeln) play_circle In-Memory Simulation (Testläufe)
Clearing-Pipelines
add_circle_outline Automatisierte Pipeline erstellen input Eingangskanäle (API, SFTP, Drive, E-Mail) output Ausgangsziele & Webhooks security HMAC, IP-Whitelists & SSH-Schlüssel
Banken & Compliance
verified Nov 2026 Strukturierte Adressen account_balance CAMT.053 Kontoauszugsabstimmung qr_code_2 Schweizer QR-Rechnung & ZUGFeRD
Konto & Verwaltung
groups Teamverwaltung & Rollen (Owner vs Member) credit_score Abrechnung, Kapazität & Transaktionen history Audit-Protokolle & Fehlerbehebung

Plattform-Architektur & Betriebskonzepte

Erfahren Sie, wie Digintu Pay Kreditorenzahlungen, Belegerfassung und Bankabstimmung automatisiert.

Kernarchitektur: Konverter vs. Pipelines

Ein wesentlicher Unterschied besteht zwischen Konvertern und automatisierten Pipelines.

  • Konverter: Formatregeln zur Datenumwandlung (z. B. CSV nach pain.001 oder camt.053 nach Excel). Sie laufen manuell im Arbeitsspeicher ab.
  • Pipelines: Dauerhafte Ausführungsrouten, die Eingangskanal, Konverter und Ausgangsziel vollautomatisch verbinden.
  • Best Practice: Logik einmal im Konverter definieren, via Testlauf prüfen und anschliessend als Pipeline bereitstellen.

Zero-Retention-Speichermodell

Digintu Pay arbeitet ausschliesslich als flüchtige Middleware.

  • Verarbeitung im RAM: Dateien werden vollständig im Arbeitsspeicher konvertiert.
  • Sofortige Löschung: Nach erfolgreicher Weiterleitung an Bank-SFTP oder Webhook werden Nutzdaten sofort gelöscht.
  • Audit-Sicherheit: Protokolle erfassen lediglich Statuscodes, Zeitstempel und SHA-256-Prüfsummen ohne Finanzinhalte.

Mandanten- & Arbeitsbereichseinrichtung

Konfigurieren Sie Standard-Auftraggeberkonten und Unternehmensstammdaten.

Standard-Auftraggeberdaten hinterlegen

Auftraggeber-IBAN und Firmenadresse für Zahlungsdateien festlegen.

  • Öffnen Sie das Profil oder bearbeiten Sie einen Konverter im Mapping-Canvas.
  • Wählen Sie Tab 2 (Konfiguration & Standardwerte) und den Bereich 'Auftraggeber (Debtor)'.
  • Tragen Sie Ihre Standard-IBAN und den BIC/SWIFT-Code Ihrer Hausbank ein.
  • Hinterlegen Sie Strasse, Hausnummer, PLZ, Ort und Ländercode (ISO-2).
  • Speichern. Diese Daten werden automatisch in die ISO-Group-Header eingesetzt.

Verwaltung mehrerer Mandanten

Mehrere Tochtergesellschaften oder Kundenmandate sauber trennen.

  • Jeder Mandant verfügt über vollständig isolierte Pipelines, Regeln und Schlüssel.
  • Eigentümer können Arbeitsbereiche in der Teamverwaltung umbenennen.
  • Eingeladene Benutzer können als Gastmitglieder zwischen Mandanten wechseln.

Vorlagenkatalog & Standardschemas

Verifizierte Vorlagen für Schweizer Banken, Bexio, Abacus und europäische Zahlungsnetze.

Vorlage auswählen und aktivieren

Vorkonfigurierte Schemas mit einem Klick übernehmen.

  • Klicken Sie im Konverter-Dashboard oben rechts auf 'Katalog'.
  • Filtern Sie nach ERP-System (Bexio, Abacus, Navision) oder Format (pain.001, camt.053).
  • Klicken Sie auf eine Vorlagenkarte, um Standardzuordnungen und Testdaten zu laden.
  • Der Canvas öffnet sich automatisch. Vergeben Sie einen Regelnamen und klicken Sie auf 'Regel speichern'.

Konverter-Canvas (Individuelle Regeln)

Eigene Mappings für proprietäre ERP-Dateien, CSVs oder JSON nach ISO 20022 erstellen.

1. Formate und Trennzeichen festlegen

Grundkonfiguration der Quelldatei.

  • Klicken Sie auf 'Neuer Konverter' auf der Konverter-Übersicht.
  • Geben Sie der Regel einen Namen (z. B. 'Kreditorenlauf - Dynamics NAV').
  • Wählen Sie den Bereich: Kreditoren (pain.001), Abstimmung (camt.053) oder Fakturierung (QR-Rechnung).
  • Wählen Sie Eingangsformat und Zielschema.
  • Legen Sie bei Tabellen Trennzeichen (Komma, Semikolon) und Kopfzeilen fest.

2. Attribut-Erkennung & Feldzuordnung

Spalten automatisch einlesen und mit ISO-Tags verknüpfen.

  • Klicken Sie in der linken Seitenleiste auf 'Beispieldatei ablegen' und laden Sie eine Musterdatei hoch.
  • Klicken Sie auf 'Attribute extrahieren', um alle Spalten einzulesen.
  • Wechseln Sie zu Tab 3 (Zuordnungsdetails) und klappen Sie die Gruppen auf.
  • Wählen Sie für jedes ISO-Zielfeld die passende Quellspalte aus dem Dropdown.
  • Für fehlende Werte können statische Rückfallwerte hinterlegt werden.

3. Transformationsregeln anwenden

Automatische Bereinigung, Währungs- und Datumsformatierung.

  • Öffnen Sie das Transformations-Dropdown neben einem Feld.
  • Wählen Sie Modifikatoren: 'Leerzeichen entfernen', 'Grossbuchstaben', 'Betrag extrahieren' oder 'Datum parsen'.
  • Wählen Sie bei Adressen 'Strukturierte Adresse (Nov 2026)', um Adressblöcke automatisch in Strasse, Hausnummer und Ort zu zerlegen.

In-Memory Simulation (Testläufe)

Konvertierungen risikofrei im Speicher prüfen und ISO 20022-Validierung sicherstellen.

Testlauf durchführen

Mappings direkt im Browser testen.

  • Klicken Sie im Canvas oder auf der Konverterkarte auf 'Testlauf (Simulation)'.
  • Klicken Sie auf 'Beispieldaten laden' oder ziehen Sie eine Testdatei in den Uploadbereich.
  • Klicken Sie auf 'Simulation ausführen'.
  • Das Ergebnis wird vollständig im flüchtigen RAM generiert und als farbiges XML angezeigt.
  • Prüfen Sie Summen und Tags oder laden Sie die Datei herunter.

Echtzeit-Auslieferung vs. Simulation

Bedeutung des Schalters 'Echtzeit-Auslieferung'.

  • In Pipeline-Testläufen steht ein Schalter 'Echtzeit-Auslieferung' bereit.
  • Deaktiviert (Standard): Die Ausgabedatei wird nur im Browser angezeigt. Es erfolgt keine externe Übertragung.
  • Aktiviert: Die Datei wird real an den Zielendpunkt (Bank-SFTP, Webhook) gesendet.

Automatisierte Pipeline erstellen

Straight-Through-Processing-Routen für unbeaufsichtigte Ausführungen einrichten.

Schritt-für-Schritt-Assistent

Eine Pipeline von Grund auf konfigurieren.

  • Gehen Sie im Menü auf 'Pipelines' und wählen Sie 'Neue Pipeline erstellen'.
  • Schritt 1: Name vergeben, Duplikatsprüfung (SHA-256) festlegen und E-Mail-Empfänger angeben.
  • Schritt 2: Eingangskanal wählen (Bereitgestellte REST-API, SFTP, Google Drive oder E-Mail).
  • Schritt 3: Den passenden Konverter zur Dateitransformation auswählen.
  • Schritt 4: Ausgangsziel wählen (Bank-SFTP, Webhook, SFTP-Ablage oder E-Mail).
  • Auf 'Pipeline bereitstellen' klicken. Die Schnittstellendaten werden sofort erzeugt.

Eingangskanäle (API, SFTP, Drive, E-Mail)

Verbindungsdetails und Spezifikationen für eingehende Datenquellen.

Bereitgestellte REST-API

Direkter Dateiversand via HTTP POST.

  • Ziel-Endpunkt: Senden Sie Dateien an https://api-pay-dev-1.digintu.ch/api/v1/pipelines/execute/api.
  • Authentifizierung: Übergeben Sie Ihren Kanalschlüssel im Header 'X-API-Key'.
  • Rückmeldung: HTTP 200 bei erfolgreicher Verarbeitung oder HTTP 400 mit Fehlerursache.

Automatischer SFTP-Eingangsordner

Automatisierte Dateiablage aus ERP-Systemen.

  • Server: Verbinden Sie sich mit ftps-pay.digintu.ch auf Port 2222.
  • Authentifizierung: Nutzen Sie Benutzername/Passwort oder hinterlegen Sie einen SSH-Public-Key.
  • Ordner: Dateien in das Wurzelverzeichnis /uploads ablegen. Das System verarbeitet fertige Dateien sofort.

Google Drive & E-Mail-Eingang

Ordnerüberwachung und E-Mail-Postfächer.

  • Google Drive: Geben Sie ein Google-Konto an. Digintu stellt einen Freigabeordner bereit.
  • E-Mail: Rechnungen an die generierte Adresse weiterleiten (z. B. pay-in+key@digintu.tech). Anhänge werden automatisch geparst.

Ausgangsziele & Webhooks

Validierte ISO 20022-Nachrichten direkt an Banken oder Treasury-Systeme senden.

Externe Webhooks einrichten

Konvertierte Daten per HTTP an Drittsysteme senden.

  • Wählen Sie in Schritt 4 'Externe API'.
  • Geben Sie die Ziel-URL ein (z. B. https://erp.firma.ch/api/payments).
  • Hinterlegen Sie Bearer-Token oder benutzerdefinierte Header.
  • Aktivieren Sie optional die HMAC-Signatur zur Verifikation.

Bank-SFTP Übertragung

Zahlungsdateien direkt an die Hausbank liefern.

  • Wählen Sie 'Externer SFTP-Server'.
  • Tragen Sie Server, Port, Benutzername und Zielverzeichnis ein (z. B. /clearing/inbound/).
  • Wählen Sie Passwort oder privaten SSH-Schlüssel.
  • Dateien werden nach der Konvertierung sofort an die Bank übertragen.

HMAC, IP-Whitelists & SSH-Schlüssel

Schnittstellen gegen unbefugte Zugriffe und Manipulationen absichern.

IP-Whitelisting konfigurieren (CIDR)

Zugriff auf feste Firmennetzwerke beschränken.

  • Öffnen Sie die Pipeline-Einstellungen und den Bereich 'Sicherheit'.
  • Tragen Sie Ihre festen IP-Adressen im CIDR-Format ein (z. B. 195.141.22.0/24).
  • Zugriffe von anderen Adressen werden mit HTTP 403 blockiert.

HMAC-SHA256 Signaturprüfung

Kryptografischer Integritätsnachweis für Nutzdaten.

  • Eingehend: Nur Anfragen mit gültigem HMAC-Hash werden akzeptiert.
  • Ausgehend: Digintu signiert ausgehende Nachrichten im Header (Standard: X-Signature).
  • Veränderte Daten werden vom Empfänger sofort abgewiesen.

November 2026 Strukturierte Adressen

Umsetzung der verbindlichen Vorgaben für SIX und europäische Banken.

Mandatsübersicht: Ablehnung unstrukturierter Adressen

Warum alte 7-zeilige Adressblöcke nicht mehr verarbeitet werden.

  • Regulatorik: Ab November 2026 dürfen im Schweizer und SEPA-Clearing keine unstrukturierten Adressen (AdrLine) mehr verwendet werden.
  • Ablehnung: Zahlungsdateien mit veralteten Adressfeldern werden von den Banken abgewiesen.
  • Pflichtangaben: Adressen müssen aufgeteilt werden in Strasse (StrtNm), Hausnummer (BldgNb), PLZ (PstCd), Ort (TwnNm) und Land (Ctry).

Automatische Adresszerlegung

Intelligente Aufteilung von Floskeladressen durch Digintu Pay.

  • Verknüpfen Sie Ihre Adresszeile mit dem Feld 'rawUnstructuredAddress'.
  • Aktivieren Sie die Transformation 'Strukturierte Adresse (Nov 2026)'.
  • Der Parser trennt Strassennamen, Hausnummern und Postleitzahlen zuverlässig.
  • Im XML-Export entstehen bankkonforme, strukturierte ISO-Tags.

CAMT.053 Kontoauszugsabstimmung

Elektronische Kontoauszüge parsen und tabellarisch für die Buchhaltung aufbereiten.

Auszugspositionen einlesen

Salden, Wertstellungsdaten und Zahlungsreferenzen extrahieren.

  • Laden Sie den CAMT.053-XML-Auszug Ihrer Bank hoch oder empfangen Sie ihn per SFTP.
  • Das System liest Eröffnungs- und Schlusssalden, Valutadaten und Beträge ein.
  • Verwendungszwecke und Referenzen (QRR / SCOR) werden in saubere Spalten überführt.
  • Laden Sie eine fertige Excel-Abstimmungsdatei herunter oder leiten Sie sie per Webhook an Ihr ERP weiter.

Schweizer QR-Rechnung & ZUGFeRD / Factur-X

Rechtsgültige Schweizer QR-Zahlteile und europäische E-Rechnungen generieren.

Erstellung von QR-Rechnungen

Verwendung von QR-IBAN und 27-stelliger strukturierter Referenz.

  • Wählen Sie im Konverter den Bereich Fakturierung mit Ziel 'QR-Rechnung (PDF)'.
  • Hinterlegen Sie Ihre QR-IBAN.
  • Aktivieren Sie bei Bedarf 'Fehlende Referenzen berechnen' zur automatischen Modulo-10-Prüfziffernberechnung.
  • Das System erzeugt druckfähige PDF-Zahlteile mit offiziellem Schweizerkreuz.

ZUGFeRD / Factur-X XML-Profile

Erstellung von hybriden PDF-Rechnungen nach EN16931.

  • Wählen Sie das Zielformat 'ZUGFeRD (PDF)' oder 'Hybrid QR + ZUGFeRD'.
  • Wählen Sie das Profil: BASIC (B2B-Standard) oder EN16931 (Behördenstandard).
  • Die fertige PDF/A-3-Datei enthält sowohl ein visuelles Dokument als auch maschinenlesbares XML.

Teamverwaltung & Rollen (Owner vs Member)

Berechtigungen, Gastzugriffe und Einladung neuer Mitarbeiter.

Berechtigungen: OWNER vs. MEMBER

Operativer Zugriff vs. Abrechnungsverwaltung.

  • OWNER (Eigentümer): Volle Rechte. Verwaltet Abonnements, Lizenzen, Teameinladungen, Schlüsselrotation und Kontolöschung.
  • MEMBER (Mitarbeiter): Operative Rechte. Kann Konverter erstellen, Testläufe starten, Logs einsehen und Dateien abrufen.
  • Sicherheit: Mitglieder sehen keine sensiblen API-Secrets und können keine Rechnungsdaten ändern.

Gastzugriffe in Drittmandanten

Sicherer Wechsel in Kundenmandate ohne Mehrfach-Accounts.

  • Wird ein bestehender Benutzer in ein fremdes Team eingeladen, agiert er dort als Gastmitglied.
  • Sein eigener Mandant und sein persönlicher Plan bleiben unberührt.
  • Über das Profil kann der Gastarbeitsbereich jederzeit wieder verlassen werden.

Abrechnung, Kapazität & Transaktionen

Transaktionskontingente, Add-ons und Abonnementstufen.

Zählung von Transaktionskontingenten

Verbrauch pro validierter Transaktion.

  • Transaktionen: Jede einzelne Zahlungsanweisung in einer pain.001 oder jede Buchungszeile im Kontoauszug zählt als 1 Transaktionskredit.
  • Free-Plan: 10 Freitransaktionen jeden Monat zur ad-hoc Prüfung.
  • Standard-Plan: 250 Transaktionen/Monat, 1 automatisierte Pipeline, 1 Benutzer.
  • Advanced-Plan: 1'000 Transaktionen/Monat, 3 automatisierte Pipelines, 3 Benutzer.

Kapazitäten dynamisch erweitern

Proratierte Erweiterungen im Stripe-Kundenportal.

  • Inhaber des Advanced-Plans können Ressourcen flexibel erweitern.
  • Gehen Sie zu Profil > Arbeitsbereich-Kapazität > Kapazität anpassen.
  • Fügen Sie Lizenzen (+EUR 9/Monat), Pipelines (+EUR 35/Monat) oder 100er-Transaktionspakete (+EUR 15/Paket) hinzu.

Audit-Protokolle & Fehlerbehebung

Laufzeitprotokolle einsehen, Duplikate verhindern und Fehler lokalisieren.

Audit-Protokolle auswerten

Zeitstempel, Dateinamen und Statuscodes prüfen.

  • Klicken Sie in der Pipeline-Übersicht bei einer Route auf 'Aktionen' > 'Audit-Logs anzeigen'.
  • Die Liste zeigt alle Durchläufe, verarbeitete Datensätze und Fehlerursachen.
  • Klicken Sie auf einen Dateinamen, um ihn in die Zwischenablage zu kopieren.

Duplikatschutz & Idempotenz

Wie SHA-256-Hashing Doppelzahlungen verhindert.

  • Ist 'Dateiduplikate erlauben' deaktiviert, berechnet das System eine SHA-256-Prüfsumme der Datei.
  • Wird eine identische Datei innerhalb von 30 Tagen erneut eingereicht, wird sie sofort blockiert.
  • Dies schützt zuverlässig vor doppelten Ausführungen identischer ERP-Exporte.
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